Neubau 2009


Durlach
Ev. Luther-Melanchthon-Gemeinde


                          


an der Orgel: Gerd Reinhardt während der Intonation


Details zur Orgel: Durlach



Restaurierung 2008/2009



Die historische Stieffell-Orgel aus der
ehemaligen Schlosskapelle Karlsruhe hat ihren Platz in Langensteinbach.

Durch die fruchtbare Zusammenarbeit zweier Orgelbauwerkstätten wurde sie nun mit "frischem Wind" versehen und dem Klangbild Stieffells angenähert.


Weitere Informationen:
Langensteinbach

       




2008


Geinsheim Sankt Peter und Paul

 


Die Orgel in St. Peter und Paul in Geinsheim

Die ursprüngliche Orgel wurde 1903 von den Gebrüdern Link aus Giengen/Brenz als Opus 386 gebaut. Es war ein solide gebautes pneumatisches Werk mit zwei Manualen und 26 klingenden Registern.

Von 1959-1963 wurde die Nordfassade der Kirche saniert, die Orgel dabei ausgebaut. Anschließend erfolgte der erste größere Umbau der Link-Orgel. Das Gehäuse wurde beseitigt, neuer freistehender elektrischer Spieltisch, die Windladen wurden mit elektrischen Magneten angesteuert, neue Prospektpfeifen in der heute noch bestehenden Anordnung eingebaut, ein drittes Manual als Rückpositiv in die Brüstung gestellt. Beim nächsten Umbau 1988/89 wurden die alten Windladen von Link durch Schleifladen ersetzt. Doch schon 10 Jahre später hören wir von ersten Überlegungen zur Instandsetzung. Die Vorschläge reichten von einer einfachen Instandsetzung bis zum vollständigen Neubau der Orgel. Das war die Ausgangslage 2007.

Da ein Neubau aus finanziellen Gründen nicht in Frage kam, galt es ein schlüssiges Gesamtkonzept zu erarbeiten, das sowohl in technischer, wie auch in klanglicher Hinsicht Bestand für die nächsten Jahrzehnte haben sollte.
Wichtiger Bestandteil der Umbauarbeiten war eine komplette Neuordnung der technischen Anlage. So wurden neue Windladen für Haupt- und Schwellwerk geliefert. Der neue nun links angeordnete Schwellkasten bekam ausreichend Höhe und Breite um die großen 8’-Register ungekröpft unterzubringen. Die unzuverlässige pneumatische Registersteuerung der Windladen im Hauptgehäuse wurde auf elektrische Funktion mit Registerzugmagneten umgestellt. Die komplette elektrische Verkabelung zwischen Spieltisch und Hauptgehäuse wurde erneuert.
Die Klanggestaltung lehnt sich an der Linkorgel von 1903 an. So wurden sämtliche erhaltene Linkregister in das neue Konzept integriert und um Gebrauchtregister der gleichen Epoche ergänzt. Die Register Krummhorn 8’, Trompete 8’ und Gamba 8’ wurden neu geliefert.
So wurde mit flexiblen Überlegungen aller Beteiligten und tatkräftigem Einsatz der Orgelbauer, örtlichen Handwerkern und Helfern ein überzeugendes Konzept umgesetzt, das über viele Jahre zum Lob und Ehre Gottes beitragen wird.
Disposition

I. Manual, Hauptwerk
01. Prinzipal

16'

02. Bourdon

16'

03. Prinzipal

8'

04. Gemshorn

8'

05. Gamba

8'

06. Oktave

4'

07. Pommer

4'

08. Quinte

2 2/3'

09. Superoktave

2'

10. Mixtur 4f.

2'

11. Trompete

8'

 
II. Manual, Schwellwerk
12. Bourdon

16'

13. Geigenprinzipal

8'

14. Holzflöte

8'

15. Salicional

8'

16. Vox coelestis

8'

17. Prinzipal

4'

18. Traversflöte

4'

19. Nasard

2 2/3'

20. Feldflöte

2'

21. Terz

1 3/5'

22. Mixtur 4f.

2 2/3'

23. Oboe

8'

Tremulant
 
III. Manual, Rückpositiv
24. Lieblich Gedackt

8'

25. Praestant

4'

26. Oktave

2'

27. Quinte

1 1/3'

28. Zimbel 3f.

1'

29. Krummhorn

8'

Tremulant
 
Pedalwerk
30. Prinzipalbass

16'

31. Subbass

16'

32. Bourdon

16'

33. Quintbass

10 2/3'

34. Oktavbass

8'

35. Gedacktbass

8'

36. Cellobass

8'

37. Choralbass

4'

38. Posaune

16'

39. Trompetbass

8'

40. Klarine

4'

 
Koppeln:
II/I, III/I, I/P, II/P, III/P
Crescendowalze
2 Freie Kombinationen

 

 

 


Neubau 2006

Alzey St. Joseph

 

 

 

Disposition

I. Manual, Hauptwerk   C-g3
01. Bourdon

16'

02. Prinzipal

8'

03. Holzflöte

8'

04. Viola di Gamba

8'

05. Oktave

4'

06. Flöte

4'

07. Quinte

2 2/3'

08. Mixtur 3-4f.

2'

     Vorabzug Oktave 2'
09. Cornett 5f.

8'

10. Fagott

16'

11. Trompete

8'

 
II. Manual, Schwellwerk    C-g3
12. Holzgedackt

8'

13. Salicional

8'

14. Voix celeste

8'

15. Gemshorn

4'

16. Waldflöte

2'

17. Sesquialter 2f.

2 2/3'

    Vorabzug Nazard 2 2/3'
18. Larigot 2-3f.

1 1/3'

    Vorabzug Larigot 1 1/3'
19. Hautbois

8'

Tremulant
 
Pedalwerk  C-f1
20. Offenbass

16'

21. Fagottbass

16'

    WS zu Nr. 10
22. Subbass

16'

    WS zu Nr. 01
23. Prinzipal

8'

    WS zu Nr. 02
24. Holzflöte

8'

    WS zu Nr. 03
25. Viola di Gamba

8'

    WS zu Nr. 04
26. Oktave

4'

    WS zu Nr. 05
27. Flötbass

4'

    WS zu Nr. 06
28. Trompetbass

8'

    WS zu Nr. 11
 
Koppeln
II/I, I/P, II/P



 


 

 

 

      

Innovation 2006

Gestaltung dies'mal nicht aus einer Hand
und trotzdem aus einem Guss

                 Durch Erfahrungsaustausch
                 
und sehr gute Zusammenarbeit mit einem Schweizer Architekturbüro,
                 einer Schreinerei und einer Schlosserei entsteht unser

Gemeinschaftsprojekt
Müstair
Schweiz
das wir Ihnen hier präsentieren dürfen

       

Es werden auf dieser Seite ständig Neuigkeiten und Besonderheiten dieses spannenden
Projekts aufgenommen.
Wir freuen uns jetzt schon auf das Ergebnis und hoffen, Sie haben Gefallen am "Dabeisein"

     

 

 

Das Projekt „Hospizkirche in Müstair“

 

beschäftigte alle Beteiligten in besonderer Weise:

Mario Pinggera, Theologe, Kirchenmusiker und Orgelsachverständiger ist es gelungen, ein Orgelbauprojekt zu initiieren, das noch in diesem Jahr 2006 vor seiner Vollendung stehen wird. Angefangen von den ersten Überlegungen zur Disposition bis hin zur endgültigen klanglichen Fassung konnte über eine lange Planungsphase ein Konzept in Ruhe reifen.

Der Architekt Theodor Biert, verantwortlich für die Gestaltung des gesamten Raumes, brachte sich mit einem Vorschlag ein, der den Kirchenraum in Harmonie komplettiert. Das entworfene Orgelgehäuse mit seinen sich öffnenden Segmenten birgt in sich ( ursprünglich unbeabsichtigt ) eine Schwellwerksfunktion, die vom Orgelbauer wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde. Bei einer guten Zusammenarbeit erwuchs unter glücklichen Umständen ein in dieser Form wohl einmaliges Orgelkonzept, welches sich deutlich von  traditionellen Formen abhebt, Gestaltungswillen und Funktion ideal verbindet.

 

Wohlwissend, dass eine Orgel zu gegebener Zeit auch möglichst optimale akustische Bedingungen haben sollte, wurde schon früh genug während der Renovierungsarbeiten im Kircheninneren ein Akustiker zu Rate gezogen. Mit dem Aufbringen eines speziellen Akustikputzes kommt es zu gleichmäßigen, sehr geringen Absorptionen über den relevanten Frequenzbereich, einer hervorragenden Diffusität bei sehr guter Durchsichtigkeit des Klanges. Die Nachhallcharakteristik befördert Chor- und Orchestermusik, gibt aber auch dem Orgelklang die erwünschte Wärme, weil im 16’– Bereich ( 32 - 64 Hz ) nichts verloren geht.  

Aufgrund dieser speziellen Besonderheit wird die Intonation mit einem Winddruck von nur 50 mm WS ausgeführt. Auch der Subbaß wird mit angemessener Windmasse und geringem Druck zum Klingen gebracht.

 

Die Überlegungen zur Disposition sind geprägt von dem Orgeltyp, wie er in vielen kleinen Kirchen der Alpenregion zu finden ist. Dem Zweck entsprechend wurde deshalb auch hier der gut ausgebauten  einmanualigen Orgel mit Pedal der Vorzug gegeben.

Vier sehr unterschiedliche 8’– Register in der Kombination mit Schwebung 8’, dem Salicional 4’ und der Physharmonika  drängen mit Macht zu Romantik hin, sind aber auch in Mensur und Intonation dieser speziellen Akustik gewidmet.

Das vorhandene zweite Manual mit der stimmbaren Physharmonika und der Flöte 4’ ist mehr als Zusatz und als Verneigung vor den Tiroler Orgelbauern gemeint, die eine Liebe zu solchen Extras Ende des 19. Jahrhunderts, zum Beispiel im Kloster Marienberg  ( J. Aigner )  demonstriert haben.

 

             
Hier zunächst die Disposition 

 

I. Manual              

C-f3

Principal

8'

Viola di Gamba

8'

Bourdon

8'

Canora

8'

Geigenschwebung

8'

Octave

4'

Salicional

4'

Doublette

2'

Sesquialter

2fach

   Vorabzug 2 2/3'  (Nazard)
Nazard

2 2/3'

Mixtur

2fach

   Vorabzug 1 1/3'  (Quint)
 
II. Manual

C-f3

Physharmonika

8'

   durchschlagend
Flöte

4'

   C-H Holz, gedeckt c°-f3 halbgedeckt
 
Pedal

C-d1

Subbass

16'

Prinzipal

8'

   Wechselschleife mit Principal 8'  I. Manual
Choralbass

4'

   Wechselschleife mit Octave 4' I. Manual  

Koppel II/I
Koppel I/P
Koppel II/P

 

Beide Manualwerke haben separate Schwelleinrichtungen

 

August 2006

  Die neue Orgel zu Müstair

                    oder

Ansichten eines Instruments                                  

 

 das sich bei Tag           

 

    und Nacht sehen lassen kann

 

Die Prospektpfeifen, ( 8’ und 4’ ) sprechen alle nach innen, um eine Verstimmung durch die Jalousieflügel auszuschließen. Die Längsnaht von Körper und Fuß befindet sich demzufolge auf
der Labienseite.
Die sichtbare Vorderseite erhält gerissene Zierlabien, um  der Orgel das gewohnte Gesicht zu erhalten.

 Der "Arbeitsplatz"  der   Organisten kann durch  Lamellen - Schiebetüren verborgen werden

      

 

 

  

 

 

  

Details der Physharmonika          

 

        

 

 

 

 

 

   Hier möchten wir unseren Orgelneubau

Rintheim

vorstellen 

 

Fertigstellung Frühjahr 2006

 

 
      

    

Dieses Instrument lehnt sich konstruktiv an die Barock-Plus-Romantik-Orgel an.
Folgende Veränderungen wurden jedoch vorgenommen:

Ein Rückpositiv kam hinzu. Dieses ist in einem Glasgehäuse untergebracht, das die Vorgabe bestens erfüllt, möglichst leicht bzw. unauffällig im Raum zu wirken.

Der Spieltisch bekam ein zweites Manual (hier Manual I für das Rückpositiv zuständig).
Manualkoppel I/II als Schiebekoppel
Koppel I/Pedal
Koppel II/Pedal
Subbass 16' schaltbar
Prinzipal 8' voll ausgebaut



Disposition

Hauptwerk (II.Manual)        
Prinzipal 8'
Bourdon 8'
Prinzipal 4'
Rohrflöte 4'
Salicional 4'
Octave 2'
Mixtur 2f.
 
Rückpositiv (I.Manual)
Gedeckt 8'
Blockflöte 4'
Sesquialter 2 2/3'     Vorabzug 2 2/3
Flageolet 2'
Quinte 1 1/3'
Oboe 8'
 
Pedal
Subbass 16'